In den letzten Jahren waren wir viel im europäischen Raum mit der Kamera unterwegs und dabei hauptsächlich auf der Suche nach wildlebenden Pferden. Bei den Recherchen rund um unsere Abenteuer und bei diesen selber, haben wir aber festgestellt, wie spannend die Natur und unsere Welt ist, wie viel es zu entdecken gibt. An welch ungewöhnlichen Orten man oft wildes Leben findet und das manchmal schon vor der Haustüre! Deshalb hat es uns für unser nächstes Fotoabenteuer gar nicht so weit in die Ferne gezogen :).
Wildlife in the City – unsere fotografische Auszeit in Wien
Auch in der Heimat gibt es fotografisch jede Menge zu entdecken. Deshalb haben Marion und ich uns auf den Weg nach Wien gemacht – nicht zum Shoppen oder Sightseeing, sondern um die wilde Seite der Stadt kennenzulernen. Unser Ziel: Wildlife in the City!
Zwischen Grabsteinen und Feldhamstern
Ja, zugegeben – unser Abenteuer begann an einem etwas ungewöhnlichen Ort: einem Friedhof. Doch wer hätte gedacht, dass Friedhöfe nicht nur Orte der Erinnerung, sondern auch Zufluchtsorte für viele Tierarten sind?
Unser erstes Ziel waren die Feldhamster, die hier zwischen den Grabsteinen leben. Anfangs waren wir noch etwas blind vor Aufregung, doch schließlich entdeckten wir die kleinen Winzlinge, wie sie geschäftig zwischen den Gräbern herumwuseln.
Natürlich – wie sollte es anders sein – haben wir wieder viel Zeit liegend auf dem Boden verbracht, um perfekte Perspektiven zu erwischen. 😄
Aufregende Hamster-Pirsch
Zuerst wussten wir nicht so recht, wie wir die beste Position finden sollen, um die kleinen Kerlchen festzuhalten. Wir konnten gar nicht fassen wie schnell diese kleinen Racker unterwegs sind und geschäftig über den Friedhof flitzen, kaum hatten wir einen erspäht, schwupp war er auch schon wieder weg.
Nachdem wir dann aber auch Eingänge zu Hamsterbauten gefunden hatten, haben wir uns mit unserer Kamera auf die Lauer gelegt. Und siehe da – mit Ruhe und Geduld konnten wir die winzigen Nager bei ihrem geschäftigen Treiben mit unserer Kamera festhalten.
Doch nicht nur die Hamster selbst, sondern auch die Atmosphäre des Ortes hat uns begeistert:
Wunderschöne Grabsteine, alte Bäume, verschlungene Wege und diese friedliche Stille, die einen sofort ankommen lässt.
Und klar – nach einem langen, aufregenden Tag durfte auch der kulinarische Genuss nicht fehlen. In Wien hat man ja sprichwörtlich die „Qual der Wahl“ – und wir konnten nicht anders, als unsere Teller natürlich auch mit dem Handy festzuhalten. 😉
Der nächste Tag: Der frühe Vogel …
Am nächsten Morgen waren wir zeitig schon wieder auf den Beinen, haben natürlich auch unseren Morgenkaffee für euch mit dem Handy festgehalten, uns selber kurz mal ins Scheinwerferlicht gesetzt und weiter ging unsere Tour – man soll es nicht glauben, zum nächsten Friedhof 😊.
Auf dem Weg zum Zentralfriedhof
Mit Kamera im Anschlag – ging es weiter. Dieses Mal haben wir die öffentlichen Verkehrsmittel Wiens getestet, die uns zuverlässig zu unserem nächsten Ziel brachten: dem berühmten Wiener Zentralfriedhof.
Ein Ort voller Geschichte, Natur und Leben – ja, richtig gelesen!
Zwischen alten Denkmälern und ehrwürdigen Grabstätten fanden wir Rehe, Eichhörnchen und andere Bewohner, die diesen Ort für sich entdeckt haben.
Die Wege waren gesäumt von altehrwürdigen Monumenten, manchmal schon längst vergessenen Stätten und auch liebevoll gepflegten Plätzen der Erinnerung.
Wo man schaut gibt es mystische Plätze, herrliche Natur und wildes Leben zu entdecken.
Der Wiener Zentralfriedhof ist auch als Naherholungsgebiet mit Laufstrecken ausgestattet – wer das weitläufige Areal nicht zu Fuß erkunden möchte, kann auch Fiakerfahrten unternehmen.
Die ersten schüchternen Rehe und entzückende Eichhörnchen haben uns während unserer ersten Erkundungsrunde begleitet.
Begegnung mit „Herbert“
Nach einer Weile gönnten wir uns eine Pause im Schatten einer Wiese. Marion testete ihr neues Makroobjektiv, während ich einfach die Ruhe genoss – bis plötzlich etwas raschelte.
Und da war er: ein kleiner Feldhamster, keine zwei Meter neben mir!
Wie sich herausstellte, hatten wir unsere Decke fast direkt über seinem Bau ausgebreitet. Ups. 😅
Doch Herbert – so tauften wir unseren neuen Freund – ließ sich davon nicht beirren. Er flitzte geschäftig umher, sammelte Futter und nahm hin und wieder eine Blüte als „Wegezoll“ dankbar an.
Wir haben uns in ihn verliebt – und Herbert wurde zum heimlichen Star unseres Tages.
Rehe, Ruhe und pure Faszination
Gestärkt von der Begegnung mit Herbert setzten wir unsere Tour fort.
Zwischen alten Bäumen und verwitterten Steinen entdeckten wir am Abend erneut Rehe, die in der tiefstehenden Sonne friedlich ästen – ganz ohne Scheu, dafür mit umso mehr Anmut.
Ein Tag voller Eindrücke, mystischer Plätze und stiller Schönheit ging zu Ende.
Der Wiener Zentralfriedhof – ein Ort der Ruhe, der Natur und des Lebens.
Etappe 3 – Ziesel, Sonne & rote Klee-Blüten
Unser letztes Ziel: die entzückenden Ziesel, die in Österreich auf der Liste der gefährdeten Tierarten stehen.
Schon früh am Morgen waren wir vor Ort – doch die kleinen Nager ließen sich Zeit. Erst mit den ersten Sonnenstrahlen wurden sie munter und begannen ihr quirliges Treiben.
Anfangs noch schüchtern, kamen sie bald näher – und wir mussten gut auf unsere Snacks aufpassen! Schließlich wollten wir keine falsche Ernährung riskieren. 😂
Es war einfach herrlich, in der Wiese zu sitzen und die kleinen Fellkugeln zu beobachten. Manche sammelten Gras, andere knabberten an Blüten, wieder andere spielten ausgelassen.
Und da wir es gut meinten, brachten wir ihnen von der Nachbarwiese ein paar frische Blüten mit – roter Klee war eindeutig der Favorit. Ein kulinarischer Volltreffer und ein Traum für jede Kamera!
Beobachten, staunen, genießen
Natürlich haben wir zu Beginn wie wild fotografiert – jedes Ziesel, jede Bewegung, jede Blüte. Doch irgendwann haben wir einfach die Kameras sinken lassen und nur noch beobachtet.
Denn manchmal ist Zuschauen der schönste Moment.
Zwei Tage voller Abenteuer, Entdeckungen und tierischer Begegnungen lagen hinter uns.
Wir haben Wien von einer ganz neuen Seite kennengelernt – wild, grün, ruhig und voller Leben.
Fazit: Wien – eine Stadt, die überrascht
Kultur, Architektur, Kaffeehäuser – das alles gehört zu Wien.
Aber diese Stadt hat noch viel mehr zu bieten: Natur, Wildlife und stille Oasen, die zum Entdecken und Staunen einladen.
Warum also nicht einmal Fotografie, Natur und Erholung verbinden?
Unsere kleinen fotografischen Auszeiten zeigen, dass Abenteuer manchmal direkt vor der Haustür liegen.
Und wer sich – genau wie wir – in Herbert den Feldhamster verliebt hat:
📅 Den neuen Herbert-Kalender für das kommende Jahr findest du HIER!
Oder begleite uns doch gleich auf die nächste fotografische Auszeit mit Marion und mir. Du möchtest nur ein paar Stunden Wildlife während deines City Trips erleben? Dann sind vielleicht meine Kurztrips genau das richtige für dich!
Wir freuen uns auf dich! 💛
Bis bald – und bleib wild! 🐾